Tjorg Douglas Beer

UNDER THE OCTOPUS TREE
09.10.2019 – 03.12.2019

Grzegorzki Shows Berlin präsentiert neue Arbeiten des deutschen Künstlers Tjorg Douglas Beer, der genreübergreifen arbeitet und Collagen, Malereien und Skulpturen schafft. Der Ausstellungstitel Under the Octopus Tree verweist auf das Interesse des Künstlers an Fluchtszenarien: Seit 2019 verbringt Beer viel Zeit in Griechenland, und der Oktopusbaum ist ein Symbol für das Phantasma utopischen Lebens. Anstatt von einem konzeptionellen Standpunkt auszugehen, schöpft Beer in seiner Arbeit aus Lebenserfahrungen. In seiner Malerei mischt er Tinte, Marker, Lack, Acryl, Ölfarbe und Ölstift und entwickelt aus dem Malprozess Arrangements und Landschaften. So tauchen aus dem Übergang von sich überdeckenden Farben Gesichter und Figuren auf. Diese Figuren werden erhalten und dann in fragmentierten Szenarien angeordnet, die Landschaften, Innenräume oder Skulpturen sein können. Unvollendete Figuren, Quadrate und Farbübergänge führen zu collageartigen Bildern.

In der Ausstellung zeigt Beer auch Keramikskulpturen, die in Zusammenarbeit mit einem griechischen Keramiker entstanden. Nach der Serie von Figurenbildern hat Beer in den Keramikarbeiten eine technischere Form von Figuren und Köpfen entwickelt. Auch hier ähneln die Formen Raketen und Bomben: einer Symbiose aus Mensch und Ding. Diese Skulpturen werden dann mit verschiedenen Objekten aus dem Atelier des Künstlers versehen. Seine Arbeit beschreibt Beer so: „Manche Leute schreiben Lieder. Ich mache Dinge.“

Tjorg Douglas Beer wurde 1973 in Lübeck geboren, wuchs in Hamburg auf und studierte an der dortigen Hochschule für Bildende Künste. Seine Arbeiten waren in einigen der wichtigsten nationalen und internationalen Museen und Galerien zu sehen, darunter der Tate Modern, London; Palais de Tokyo, Paris; Hokkaido Museum of Modern Art, Sapporo; Kunstverein Hamburg; Weserburg Museum für Moderne Kunst, Bremen; Arizona State University Art Museum; Projektraum – Kunsthalle Wien; Timothy Taylor Gallery, London; X-Initiative, New York; Remap3 + 4 Athen; basedinberlin: Neue Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Berlin; Belvedere 21 – Museum für zeitgenössische Kunst Wien; und Konsthall Varberg. Beer hatte Einzelausstellungen im Kunsthaus Hamburg, im Kunstraum Innsbruck, in der Stadsgalerij Heerlen, im Institut für Moderne Kunst Nürnberg, im Contemporary Art Institute Sapporo und bei Mitchell-Innes & Nash, New York.

Beer ist außerdem in einigen der renommiertesten öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten: B. Melva Bucksbaum New York; Margulies Collection, Miami; Mikki and Stanley Weithorn Collection, New York; Beth Rudin de Woody, Los Angeles; CAP Collection, Southhampton; Sammlung Falckenberg, Hamburg; Herbert F. Johnson Museum, New York; Sammlung Gercken, Albertinum – Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Montblanc Kulturstiftung, Hamburg; Persol Collection, Mailand; und der Soho House Group Collection, Berlin/London.

Darüber hinaus hat Beer an den folgenden Biennalen teilgenommen: Artgenda 2002 in Hamburg; Manifesta11 – Europäische Biennale für Zeitgenössische Kunst 2016 in Zürich; Socle du Monde Biennale 2017 in Herning; Berlin Kreuzberg Biennale 2012 und Mykonos Biennale 2019.

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